|
Es gibt immer mal wieder empirische Studien, die mich nachdenklich machen. So ging es mir mit einem Auszug aus dem neuen Marktbericht "Telekommunikation 2006", den der Bereich Marketing Anzeigen der Axel Springer AG veröffentlicht hat. Dass der Mobiltelefonmarkt boomt, weiß ja nun jeder, dazu muss man nicht erst eine Studie zur Telekommunikation im Jahr 2006 lesen. Aber dass es bereits Ende 2006 mehr Handys als Einwohner in Deutschland gibt, entlockt auch mir ein "ooops". In einem anderen von uns veröffentlichen Beitrag: "Gartner: Handyabsatz steigt stärker als erwartet" berichteten wir, dass alle Prognosen der letzten Jahre viel stärker übertroffen wurden, als die Fachleute für möglich hielten. In der 90 Seiten starken Springer-Studie, die unter anderem Markensegmente, Verbraucherverhalten und Werbeentwicklung untersucht, stellt fest, dass die Zahl der Mobiltelefone zum Jahresende 80 Millionen-Grenze deutlich überschreiten wird. Ende 2006 werden bereits neun Millionen Nutzer per UMTS mit ihrem Handy im Internet surfen. Darunter werden wohl viele Leute aus der Bloggerszene sein. Zwei Millionen Bundesbürger benutzen ihr Handy schon heute als Ersatz für den Festnetzanschluss. Der Mobilfunk-Anteil an allen Telefongesprächen liegt dementsprechend bei rund 20 Prozent. Man muss auch zugeben, dass die kleinen Handys immer attraktiver werden, vor allem durch den Einbau von MP3-Playern und Kameras mit Video-Funktion. Ohne diese kann ja scheinbar kein Kind mehr groß werden. Unklar bleibt für mich, wer die ganzen Handys zu Hause hortet. Denn zieht man Kinder unter 6 Jahren und Menschen jenseits der Siebzig (ohne jemand zu nahe treten zu wollen) ab, müsste ja jeder Bundesbürger ungefähr 1 ½ Handys besitzen. Vielleicht gibt ja die Studie "Telekommunikation 2006" mehr Infos darüber. Sie kann bestellt werden bei: Kathy Naujokat Tel. 040 / 347-2 30 34 marketing.anzeigen@axelspringer.de |