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Die dritte im Bunde der neuen NV-Schwestern von Samsung (das sind die mit dem blauen Ring ums Auge) ist die NV10 - eine kleine Digitalkamera mit einem 10 Megapixel-Sensor. Im schwarzen Miniaturgehäuse verpackt und 148,7 Gramm schwer präsentiert nun Samsung nach Casio und Praktica auch eine kompakte 10 Millionen-Variante. Warum die Hersteller der Samsung NV10 der hochsensiblen Kamera nur ein recht schwaches Objektiv mit Brennweiten von 35 - 105 mm (Schneider-Kreuznach) zugeteilt haben, ist mir ein Rätsel. Immerhin stellt das TTL-AF-System im Auto Macro-Modus alles ab 4 cm scharf. Die hohe Auflösung von 10,1 MP ist schon genial (die JPEG-Dateien sind bis zu 3648 x 2736 Pixel groß) - da sind sogar riesige Fotoposter nicht verpixelt und auch für Ausschnittvergrößerungen besteht ein großer Spielraum. Schön groß ist der 2,5 Zoll-Monitor, gut geeignet für die Schärfenkontrolle, Dia-Shows und Video-Betrachtung, auch die Menüführung läuft zum großen Teil über das Display.
Technisch ist allerhand "inside" der Kamera: Der Antiverwacklungsschutz (ASR) stabilisiert die Bilder, indem vom Motiv zwei Aufnahmen angefertigt werden: Eine unterbelichtete, dank kurzer Verschlusszeiten aber scharfe, und eine exakt belichtete, die zur Farbkorrektur der ersten Aufnahme dient. Die Lichtempfindlichkeit der Samsung NV10 ist auch überzeugend: ISO 100 bis 1000 bieten genügend Spielraum für verschiedene Belichtungssituationen. Passend die Verschlusszeiten mit 15 bis 1/1500 Sekunden. Betriebsbereit ist die Samsung NV10 in 1,2 Sekunden nach dem Einschalten, die Auslöseverzögerung beträgt gerade einmal 0,05 Sekunden Samsung verspricht mit Touch &; Click ein völlig neues Bedienkonzept: Um den Monitor angeordnet finden sich viele, viele berührungsempfindliche Tasten, mit denen in den Menüs navigiert werden kann. Per Klick wird die Auswahl bestätigt. Zusätzlich soll ähnlich wie beim Trackpad eines Notebooks das Blättern in Bildern und Clips durch Ziehen mit dem Zeigefinger möglich sein. Am Wahlrädchen auf der rechten Kameraoberseite werden Belichtung, Szeneprogramme (derer gibt es elf), Videomodus und ASR angewählt. Die Belichtungssteuerung erfolgt nach Mehrfeld-, mittenbetonter Integralmessung oder Spot-Charakteristik mit engem Messwinkel. Die Reichweite des ausgeklappten Blitzgeräts beträgt maximal 3,5 Meter (WW), die Nachladezeit ca. 4 Sekunden. Nette Details: Mehrere Schärfe- und Farbmodi stehen zur Auswahl und die Fotos können mit Sprachnotizen kommentiert werden. Außerdem sind Sprachaufzeichnungen von bis zu einer Stunde Länge möglich. Die Samsung NV10 fungiert natürlich auch als Videokamera: Gedreht wird in MPEG4 Qualität (AVI-Format), mit einer Auflösung von maximal 640 x 480 Pixeln und bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Beim Filmen kann gezoomt werden. Mittels Pausentaste kann die Aufnahme unterbrochen und in der gleichen Datei fortgesetzt werden. Gespeichert wird auf SD- oder MMC-Cards, der interne MB-Flashspeicher bietet 19 MB Platz. Ein LiIon-Akku sorgt für die Stromversorgung für rund 180 Fotos. Mitgeliefert wird die Software Digimax Master.
Ab September soll die Samsung NV10 in Deutschland zu haben sein, zu einem Preis von rund 400 Euro. (Ka) |