Artikel drucken

Tatort-Fotoausstellung in Düsseldorf

Unter dem Titel (Tat)Orte findet vom 1. Juni 2006 bis zum 06. August im Düsseldorfer NRW-Forum Kultur und Wirtschaft eine Ausstellung von Fotografien statt, die sich auf ganz verschiedene Weise mit Schrecklichem in dieser Welt auseinandersetzen. Gezeigt werden Bilder von Weegee, Arnold Odermatt, Enrique Metinides und aus dem LA Police Archive.

(Tat)orte heißt diese Ausstellung. Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen, erschrecken, faszinieren. Ohnmacht, Wut, Angst auslösen. Was einen Ort zum Tatort macht, ist das, was mit Menschen an diesem Ort geschieht. Die vier vorgestellten Fotografen haben sich dem Thema Gewalttat auf verschiedenen Wegen angenähert:

Arthur Fellig
©Weegee: Einfach kochendes Wasser hinzufügen, Foto von 1937

"The famous" Weegee, alias Arthur Fellig, der ungekrönte König des nächtlichen New York der späten 30er Jahre, hat die geliebte, schonungslose Stadt "von unten", aus der Sicht der Verlierer, fotografiert. Eine Teilausstellung der (Tat)orte ist seinen Reportagen gewidmet.

Mit einer Enzyklopädie der Art und Weise, wie Menschen zu Schaden kommen können, fordert die Ausstellung der Werke des mexikanischen Fotografen Enrique Metinides den Besucher heraus. Erstochene, verbrannte, elektrokutierte Menschen.

 

 

 

Arnold Odermatt
Arnold Odermatt Stansstad, 1969
© Urs Odermatt, Windisch (Schweiz), Springer & Winckler Galerie, Berlin
Arnold Odermatt hat als Polizeifotograf Unfälle fotografiert, und es entstanden Kunstwerke. Dabei hat er sehr genau und gleichzeitig sensibel für das Gesamtbild gearbeitet. Seine "Karambolagen" sind Kunstwerke, die Landschaften und Skulpturen thematisieren.

In der vierten Teilausstellung erwarten den Besucher präzise, unaufgeregte, klassische Tatort-Fotos, wie die "Handtasche mit Einschussloch nach Raubüberfall, 1931". Dokumente des Schreckens aus dem Polizei-Archiv in LA.

Wessen Seele beim Anschauen nicht überfordert ist, der wird ins Nachdenken kommen über das Verhältnis von Tod und Fotografie, Bild und Wahrnehmung, der Wirkung des Kontextes und der Medien auf die Rezeption schrecklicher Bilder. Das scheint das Ziel dieser Ausstellung des Grauens zu sein.

Die Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2, wird ab heute immer am Dienstag bis Sonntag von 11 - 20 Uhr, freitags bis 24 Uhr, geöffnet sein. Der Eintritt kostet 5,50 Euro, den (Tat)orte Katalog erhalten Sie für 19,50 Euro auf der NRW-Site. Die Ausstellung dauert bis zum 06.08.2006.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nrw-forum.de (Link: http://www.nrw-forum.de/).

  
Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.
© 2006 by Fotoblog: Digitalkamera - Imaging - Digital-Fotografie