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Ab Mai wird im deutschen Handel die neue zweiäugige Digitalkamera von Kodak mit 6 Megapixeln Auflösung zu haben sein. Unter dem Namen Kodak EasyShare V610 hat die neue Kamera vorerst das Rennen um den Titel "Kleinste Superzoomkamera" gewonnen. Vielleicht war dies das Hauptanliegen der Hersteller? Wie sonst soll man erklären, warum eine Kamera zwei Objektive und zwei Sensoren braucht? Die Objektive der Kodak EasyShare V610 sind schon was Besonderes: Von Schneider-Kreuznach gefertigt, sind sie so "gefaltet", dass der Strahlengang innerhalb der Kamera parallel zur Längskante der Kamera zum CCD-Chip verläuft. Damit wird Platz gespart, das haben wir schon bei der Vorgängerin, der V570 bewundert. Anders als bei der V570 hat die neue EasyShare jedoch kein Weitwinkel-Objektiv zu bieten, sondern die beiden Linsensysteme decken lediglich gemeinsam den Brennweitenbereich von 38 - 380 mm ab. Zwischen 114 und 130 mm schaltet die V610 selbstständig von einem Objektiv und seinem Sensor auf das andere Paar um. Beide CCD-Chips lösen mit je 6,1 Millionen Pixeln auf und bringen eine maximale Bildgröße von 2.832 x 2.128 Bildpunkten zustande. Das Weitwinkel-Objektiv ist mit f 3,9 nicht sehr lichtstark, im Makro-Bereich wird in bis zu 5 cm Nähe fokussiert. Schön groß (7,1 cm) und hoch auflösend (230.000 Pixel) ist das LC-Display der V610.
Die Lichtempfindlichkeit liegt zwischen 64 und 800, bis 400 kann manuell gewählt werden. Bei den Verschlusszeiten wird der Bereich 1/1200 bis 8 Sekunden abgedeckt. Für die optimale Belichtung wird in 21 Motivprogrammen gesorgt, manuell kann in plusminus zwei Blendenstufen in Drittelschritten korrigiert werden. Richtig gut ist die winzige Kamera im Videofilmen: Die Filme werden im MPEG-4-Format mit 640 mal 480 Pixeln (VGA) und 30 Bildern pro Sekunde inklusive Ton aufgezeichnet. Beim Filmen kann gezoomt werden und es wird automatisch fokussiert. Für die Bildoptimierung hat Kodak auch in diese EasyShare viele Extras eingebaut, so gibt es, wie bei der V570 die Rote-Augen-Retusche, die geniale Panorama-Funktion, bei der drei Bilder zusammengefügt werden, das kamerainterne Erkennen schlechter Aufnahmen und vieles mehr. Wer´s braucht, kann dank integriertem Funkmodul seine Aufnahmen jetzt Blue-tooth-unterstützt kabellos an bis zu 10 m entfernte Geräte schicken, dabei packt die Kamera Sendegeschwindigkeiten von unter 10 Sekunden für ein mit 6 MP aufgelöstes Bild von 1,5 - 2 MByte. Gespeichert wird auf SecureDigital-Karten oder im internen Speicher, der 32 MB Platz bietet. Fazit: Das wirklich Besondere der Vorgängerin V570, der 23 mm Weitwinkel, is nich mehr. Die Kamera soll rund 500 Euro kosten. Man kann sein Geld sinnvoller anlegen - es sei denn, man muss unbedingt die kleinste Superzoom haben. |